Sonntag, 15. August 2010

Sonntagnachmittag, Kino.






Wie ich es liebe, am Sonntag, nachdem alle Arbeit getan ist, ins Kino zu gehen!
Nun komme ich gerade aus dem Film Mademoiselle Chambon und habe das Bedürfnis, meine Gedanken kundzutun.
Zunächst muss ich sagen, dass ich im wunderbarsten Kino der Stadt war, in dem Popcorn mit Zimt verkauft wird. Nichts Kommerzielles, von außen unscheinbar und von innen atemberaubend. Mit einem großen Kinosaal und einem riesigen. Jemand, der in ein Cinemaxx geht, hat keine Vorstellung davon, wie schön ein Kino sein kann.
Genug, zum Film.
Ich liebe französische Filme. Das sage ich nicht, weil es gerade in Mode ist, nein. Ich liebe französische Filme.
Natürlich kann man soetwas nie über einen Kamm scheren, ich weiß. Aber es gibt wenige französische Filme, die mir nicht gefallen.
Im Film geht es um die schüchterne Annäherung zwischen Jean, der verheiratet ist und einen Sohn hat, und Mademoiselle Chambon, der Lehrerin seines Sohnes.
In einer Kritik habe ich die Wörter "das Neigen von Herzen zu Herzen" aufgeschnappt, und ich finde, dass man nicht mehr zu diesem Film sagen muss.
Der Film kommt sehr gut ohne Worte aus oder nur mit wenigen. Auch wird auf große Effekte verzichtet. Umso anrührender sind aber die kleinen Gesten und die schöne Filmmusik.
Mir, die ich nicht oft im Kino weine, liefen die Tränen noch, als das Licht im Kinosaal wieder angeschaltet wurde.
Ich kann jedem diesen Film empfehlen - und sei es nur, um die wunderschöne Mademoiselle Chambon anzusehen.

Freitag, 13. August 2010

Pavarotti oder "bonjour, tristesse!"

Heute habe ich Pavarotti gehört.
Das Radio schepperte richtig, als ich die Lautstärke aufdrehte.
Schrecklich, theatralisch und wunderschön.

Und dann wurde ich tieftraurig, denn mir viel ein, dass der Gute ja längst nicht mehr lebt.
Und dabei wollte ich ihn doch heiraten.



Mittwoch, 11. August 2010

Lueur d'espoir

Für mich hat nun also wieder die Schule angefangen und das drückt seltsamerweise sehr auf meine Stimmung. Denn eigentlich gehe ich doch recht gern in die Schule. Mögt ihr denken, was ihr wollt.

Ich habe mir angewöhnt, nach der Schule (was dreimal in der Woche erst um sechs Uhr ist) etwas für mich zu tun. Meist lese ich, musiziere oder betätige mich künstlerisch.
Mir fiel dann neulich einmal wieder Le petit prince oder auf Deutsch: Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry in die Hände. Natürlich, natürlich. Ihr kennt es, jeder hat es gelesen, schon klar.
Aber ich habe nun begonnen, mich einmal richtig damit zu beschäftigen.
Ich habe viel dazu gezeichnet und gemalt (auch die Wände meines Zimmers wurden nicht verschont) und auch einiges geschrieben.
Was ich euch eigentlich bloß sagen möchte: Lest dieses Buch! Lest es, lest es, lest es!
Denn es macht glücklich!



"Das sie es ist, die ich weinen oder sich rühmen gehört habe oder auch manchmal schweigen. Da es meine Rose ist."

Montag, 2. August 2010

Petit-déjeuner (…avec le prince?)

monsieur

Die letzten Ferientage müssen genossen werden.
Deshalb wird nur noch außerhalb gefrühstückt.

Sonntag, 1. August 2010

Lesen!


...nicht mit Elke Heidenreich

Ich hasse Kurzgeschichten. Ich brauche Zeit, mich in einer Geschichte zurechtzufinden. Kurzgeschichten sagen selten etwas aus und können niemals diese gewisse Atmosphäre aufbauen, so wie ein Buch das kann.
Dachte ich zumindest.
Bis ich Himmel und Hölle von der kanadischen Autorin Alice Munro las.
Jede einzelne der Kurzgeschichten fesselt. Alle unterscheiden sich vollkommen voneinander, die Themen wechseln, nach jeder dieser Geschichten glaubt man nicht, dass es nur eine Kurzgeschichte war.
Eines aber haben sie gemeinsam: Sie sind großartig und es lohnt sich absolut , einmal die Nase in dieses Buch zu stecken (auch und besonders für Leute, die eigentlich keine Zeit zum Lesen haben)!

Liebste Grüße!
Pia

PS: Dass ich alle anderen Kurzgeschichten hasse, stimmt nicht so ganz. Die Erzählungen von Elke Heidenreich (gesammelt in dem Band: Der Welt den Rücken) liebe ich über alles.

Pustekuchen oder in unerreichbarer Ferne



Gestern wollte ich mir ja eigentlich die Frida Kahlo Retrospektive in Berlin ansehen. Eigentlich.
Denn als ich gegen Mittag nach ewig langer Anreise endlich in Berlin ankam, erlebte ich eine riesige Enttäuschung. Vor dem Martin-Gropius-Bau stand eine lange Schlange, den Eingang konnte ich nicht sehen. Dennoch hatte ich vor, mich einzureihen. Als ich aber hörte, dass die Wartezeit von dem Standpunkt, an dem ich stand, sechs Stunden - SECHS STUNDEN - betrug, schwand mir dann doch der Mut. So viel Zeit hatte ich nicht - ich wollte ja abends wieder nach Hause fahren.
Ich fasste mich recht schnell wieder und verbrachte den Nachmittag auf diversen Trödelmärkten und auf einem Kunstmarkt.

Wer sich diese Ausstellung noch ansehen möchte, sollte versuchen, Tickets im Internet zu kaufen, Familien mit Kinderwagen werden auch durch den Seiteneingang eingelassen.

Geliebte Frida, es sollte wohl nicht sein.
Vielleicht ein anderes Mal.